Die Freinsheimer SPD im Wechselbad der Gefühle: Nach der großen Freude über das gute Wahlergebnis (acht Stadtratssitze bei knapp vierzig Prozent) kam die Enttäuschung über die knappe Niederlage bei der Bürgermeister-Stichwahl. Mit nur 50 Stimmen Vorsprung war Jürgen Oberholz der strahlende Sieger, dem wir natürlich herzlich gratulieren. Gerne bieten wir dem neuen Bürgermeister unsere Zusammenarbeit zum Wohle der Stadt an.
Enttäuscht waren wir dann allerdings doch vom Beginn der Zusammenarbeit.
Denn obgleich wir mit Abstand die größte Fraktion stellen und immerhin fast die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger sich für unseren Kandidaten ausgesprochen haben, sorgte ein Bündnis aus CDU, FWG und FDP im Rat dafür, dass die SPD zukünftig keinen Beigeordneten mehr stellt und damit keine Rolle in der Verwaltung mehr spielt.
Das war kein glückliches Zeichen für eine gute Zusammenarbeit und es trägt auch den vielen Bürgerinnen und Bürgern nicht Rechnung, die sich bei der Wahl für die SPD und für Gottfried Nisslmüller entschieden hatten. Eine guter Start als Bürgermeister für alle Freinsheimer hätte anders ausgesehen!
Nun wurde im Stadtrat in der Vergangenheit glücklicherweise mehr nach Inhalten und weniger nach Fraktionsräson diskutiert und gehandelt. Wir hoffen sehr, dass das in Zukunft auch so sein wird und werden uns nach Kräften mit unseren Ideen und Vorschlägen einbringen. Und natürlich auch gerne mit unserer jahrzehntelangen Erfahrung.
Hoffen wir im Sinne Freinsheims, dass der zukünftige Stadtrat weiterhin offen für alle Argumente ist und eine Zusammenarbeit in der Sache immer möglich bleibt. Wir werden jedenfalls unsere starke Fraktion mit Kräften unterstützen und die Diskussion um wichtige Freinsheimer Themen auch weiterhin mit allen Interessierten führen.
(Christoph Glogger, Vorsitzender)